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Päpstliche Osternachricht - Ostern 2015


Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden

Ostern2015Christus ist auferstanden. Er ist wahrlich auferstanden.

 

Ich beglückwünsche euch zum gesegneten Auferstehungsfest – der Freude unserer Freuden und Fest unserer Feste. Die Auferstehung im christlichen Leben ist nicht nur ein historisches Ereignis. Und auch kein Festereignis, das mit prachtvollem Aussehen verbracht wird; und auch kein normaler Wochentag. Die Auferstehung ist der Grundstein unseres Erlösungsplans, den unser Herr Jesus Christus am Kreuz vollendet hat. Die Auferstehung ist das Zentrum unseres Glaubens und die Vollendung der Vergebung für die ganze Menschheit. Die Auferstehung ist auch das Zenrum der spirituellen Anstrengungen, denn spirituelle Bemühungen ohne Auferstehungen sind bedeutungslos. Weiters ist ja die Auferstehung die Hoffnung für das Ewige Leben. Ohne Auferstehung hat unser christlicher Glaube keine Bedeutung. Ohne Auferstehung haben wir keinen Frieden in unserem irdischen Leben. Und ohne Auferstehung haben wir keine Hoffnung für die Zukunft. Das Licht der Auferstehung leuchtet das Leben eines jeden Menschen und jedes Individuums zu jeder Zeit seines Lebens.

Jemand könnte fragen: “Ist Jesus wirklich gekommen und gestorben?”

Auf jeden Fall ist das Auferstehungsereignis vor mehr als 20. Jahrhunderten geschehen. Und dieses Ereignis ist nicht im Geheimen passiert, sondern hatte Zeugen. Nicht nur einen oder zwei Zeugen, sondern eine ganze Menge. Der Legionsanführer, der Jesus mit der Lanze stach und auch die Wächter des Grabens sind Zeugen der Auferstehung Christi. Pontius Pilatus, der einen Schauprozess für Christus hielt und sich in durch einen theatralischen Prozess die Hände wusch und sagte: “ich bin unschuldig vom Blut dieses rechtschaffenen Menschen” (Mat 27:24) Beachtet den Widerspruch: “unschuldig und rechtschaffen”, doch trotzdem übergebe ich Ihn dem Urteil und dem Tod. Die Hohepriester und Priester der Juden sind ebenfalls Zeugen der Kreuzigung und der Auferstehung. Die Frauen, die frühmorgens mit Düften kamen, waren Zeugen der Auferstehung Christi. Doch gleichzeitig gab es auch materielle Beweise und Zeichen der Kreuztodes Christi und seiner Auferstehung. Ich erinnere hierbei an das Zerreißen des Vorhangs zur Kreuzigungsstunde und des Erdbebens, die geschehen waren. Ich erinnere auch den Stein, der vor dem Grab gewälzt wurde. Das Wunderbare war, dass dieser Stein einen Toten bewachte; als hätten sie Angst vor dem Entkommen eines Toten gehabt. Ich erinnere auch an die Leinentücher, die die Jünger am Grab Jesu gefunden hatten.

Ich erinnere nochmals an die Wächter des Grabes. Ich erinnere an das Siegel am Grab, welches das Zeichen des Statthalters war. Ich erinnere daran, das sein neues Grab war, wo niemand davor darin begraben wurde. In der Auferstehung gab Gott dem Menschen vieles; Er gab ein Versprechen der Erlösung und erfüllte dieses Versprechen. Das ist der göttliche Plan: Menschwerdung, Kreuzigung und dann die Auferstehung. Ich erinnere euch an ein Ereignis, das am Anfang des Dienstes Christi geschah; es war zur Hochzeit von Kanaa in Galiläa. Dort war das erste Wunder, wo Jesus Wasser in Wein verwandelte. Als die Heilige Jungfrau Maria sagt: “Sie haben keinen Wein” (Joh 2:3) meinte sie eigentlich “Sie haben keine Freude” Die Heilige Jungfrau Maria sprach in der Zunge des Alten Testaments. Das ganze Alte Testament hat die Freude der Erlösung nicht, die Freude der Auferstehung. Das Wort “Wein” in der Bibel bedeutet Freude. Die Antwort des HERRN zu ihr war merkwürdig. Er sagte ihr: “Was willst du von mir , Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.” (Joh 2:4) Diese “Stunde” ist die Stunde der Kreuzigung und der Auferstehung, die wahre Freude des Menschen. Deshalb beten wir in der sechsten Stunde und sagen: “Wir danken dir, denn du hast all emit Freuden erfüllt, Oh Heiland, als du kamst, um der Welt zu helfen; Ehre sei Dir oh Herr.”

Was erwidern wir auf die Auferstehung? Und wie profitieren wir von ihr? Ich werde drei grundlegende Aspekte erwähnen.

Erstens: Die notwendige Erhörung

Als Herodes die Nachricht über die Geburt Hesu hörte, ging er nicht u Jesus zu sehen. Er sagte den Sterndeutern: “Geht und suchet ihn und kommt und erzählt mir.” (Mat 2:8) Er fand, dass es sich nicht gehört, persönlich hinzugehen. Das Gebot lautet: “Nähert euch Gott, dann nähert Er sich euch.” (Jak 4:8) Deswegen gingen auch die Marien frühmorgens zum Grab, um diesen großen Segen zu Erlangen. Wie groß war wohl dieser Segen, den sie am Auferstehungsmorgen am Heiligen Grab erlangt haben? Die notwendige Erhörung ist in deiner Anwesehnheit und in deinen innersten Gefühlen.

 

Zweitens: Die tiefgründige/starke Erhörung

Es gibt Menschen, mit denen man über ein Thema spricht und wo die Erhörung sehr stark ist. Am Beispiel des Alten Testaments, als Gott von Abraham verlangte, seinen Sohn zu opfern. Man hörte nicht, dass Abraham faulenzte oder zögerte, sondern er kam frühmorgens, nahm seinen Sohn, Holz und Messer in einer starken Erhörung auf Gottes Befehl. Es gibt Menschen, deren Beziehung zu Jesus eine sehr lebendige ist, voller spiritueller Hitze. Deswegen gibts uns die Heilige Schrift ein wichtiges Gebot: “Gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugend” (Kohelet 12:1) Da gibt es spirituelle Hitze und Wille.

Drittens: Die immerwährende Erhörung

Das bedeutet, dass man in seinem spirituellen Leben vorankommen muss. Es gibt etwas, das wir “Erhörungszeit” nennen. Dies ist eine Zeit, wo der Mensch mit Gott interagiert durch Gebete, Bibellesungen und spirituelle Mittel. Auch durch Fasten, spirituelle Lesungen und den spirituellen Dienst. Dies alles erlaubt dem Menschen in einer immerwährenden Erhörung mit Gott zu leben. Die immerwährende Erhörung lässt den Menschen stets im Licht der Auferstehung leben. Deswegen lässt unsere Kirche die Auferstehung jeden Tag notwendig, stark und immerwährend sein. Du siehst zum Beispiel das Gebet der ersten Stunde aus der Agpeya als Gedenken der Auferstehung.

Der Sonntag in jeder Woche, der Tag, den der Herr bereitet hat, ist ein Gedenktag der Auferstehung. An jedem 29. eines jeden koptischen Monats gedenken wir der Verkündung, der Geburt Christi und seiner Auferstehung. Jedes Jahr feiern wir die Auferstung, nicht nur einen Tag, sondern ganze 50 Tage lang. Wir betrachten diese 50 Tage nicht als normale Tage, sonder als wären sie alle Sonntage. Wir können sie auch “einen langen Sonntag” nennen, was ein Zeichen der Ewigkeit ist. Beachtet, dass die Heiligen Fünfzig Tage 7 Wochen andauern; sie beginnen mit einem Sonntag und enden mit einem Sonntag. Der Auferstehungs-Sonntag und der Pfingst- Sonntag sind die Schranken der 50 Tage. Dies ist der Ausdruck des Lebens in Vollkommenheit im Himmel. Die Auferstehung ist die große Freude, in der der Mensch lebt. Jeden Tag in unserer kirchlichen Tradition beten wir die Mitternachts-Lobpreisung. Das erste Gebet darin ist: “Erhebet euch Kinder des Lichts” ERHEBET erinnert uns an die Auferstehung. Auch in einer wunderschönen Lobpreisung während der Tasbeha “Arepsalin”, deren erster Satz ist: Lobet den, der für uns gekreuzigt und auferstanden ist und den Tod besiegt hat. Die Auferstehung ist ein Gefühl und ein Lebensstil und lässt und mit dem Heiligen Paulus sagen: Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet warden (Phil 3:10) Durch die Auferstehung kann ich ein starkes Verhältnis, eine innige persönliche Beziehung zu Jesus aufbauen.

Ich ergreife die Möglichkeit um euch alle zu beglückwünschen, jede Kirche, alle Bischöfe und Priester Diakone, Diener, Jugendliche, Kinder, Buben und Mädchen. Ich drücke auch meine Liebe allen Kirchenräten auf der ganzen Welt aus. Und ebenfalls drücke ich meine Liebe allen, die mit Geist und Wahrheit dienen, aus. Ich lade euch alle ein, in der Freude der Auferstehung zu leben, nicht nur am Auferstehungsfest, sondern an jedem einzelnen Tag eures Lebens.

Ostern2015Christus ist auferstanden, wahrlich Er ist auferstanden. Alles Gute.


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